Gesamtwehrdienst am 06.03.2018

Das technische Denken in Einsätzen, die eine Technische Hilfe erforderlich machen, muss bei der Feuerwehr grundsätzlich geübt werden, da die Mustervorgehensweisen aus den Ausbildungsbüchern bei vielen Einsätzen unzureichend und zu zeitintensiv sind. Somit werden Überlegungen der Feuerwehrleute nötig, die Zeit und Aufwand sparen können. Dies wurde im Rahmen des Gesamtwehrdienstes am 06.03.2018 geübt, bei dem drei Gruppen innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens jeweils eine Knobelaufgabe zu lösen hatten. Dabei ging es viel mehr darum, eine im Sinne des Lernziels ausgefallene, technische Problemstellung durch Nachdenken und mit Beladungsgegenständen des erst ausrückenden Fahrzeugs (LF 16/12) gefahrenfrei (nach den Unfallverhütungsvorschriften) zu lösen, als ein möglichst realistisches Übungsszenario zu bewältigen. Die Aufgaben mögen daher ungewohnt “spielerisch” wirken, erfüllen jedoch ihren Zweck:

  • Ein abgestelltes Ei muss auf der Fensterbank im 1. OG eines Gebäudes wieder abgestellt werden (wobei das Ei nicht von Hand berührt und kein Treppenhaus genutzt werden darf)
  • Einklappen der Beine der Bank einer Biertischgarnitur, auf der an beiden Enden ein gefüllter Becher steht (wobei der Becher keine Flüssigkeit verlieren darf)
  • Bau einer freistehenden, freischwingenden, von Erwachsenen nutzbaren Schaukel

Das Ei konnte durch Leinen – in einer Kupplung liegend – an der Außenwand des Feuerwehrgebäudes über Steckleitern ins 1. OG gezogen werden.

Die Bank aus der zweiten Aufgabenstellung konnte durch eine Konstruktion aus einem Bock, einer daraufliegenden Stange und daran befestigten Leinen angehoben werden. Die Hebel an der Unterseite der Bank wurden ohne Berührung von Hand durch ein Feuerwehrbeil betätigt.

Die Konstruktion der Schaukel bestand aus vier Steckleiterteilen, von denen jeweils zwei einen Bock bildeten. Auf die beiden Böcke wurde eine querliegende Stange gelegt, an der über zwei Leinen ein Sitztuch, also die eigentliche Schaukel, befestigt wurde.