FAQs

zum Mitmachen ab 17 Jahren

Es sind größtenteils die persönlichen Voraussetzungen, die eine Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr auch langfristig möglich machen. An erster Stelle steht vor allem die Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen und sich beim Alarm unverzüglich zum Feuerwehrgerätehaus zu begeben. Bestimmte Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt, ab dem 17. vollendeten Lebensjahr kann bei der freiwilligen Feuerwehr JEDER aufgenommen werden, sofern er gesundheitlich für den Feuerwehrdienst geeignet (dazu zählen keine speziellen gesundheitlichen Anforderungen) und nicht vorbestraft ist. Erst in weiterführenden Aufgaben und Ausbildungen, wie z.B. im Atemschutzdienst, nehmen die Voraussetzungen zu. Diese werden allerdings alle auf freiwilliger Basis absolviert.
Das kommt zum großen Teil darauf an, wieviel Zeit man überhaupt investieren kann (Beruf/Familie) und wie aktiv man in der Feuerwehr mitarbeiten möchte. Pflicht, die man mit dem Eintritt in die Feuerwehr übernimmt, ist

• nach Beitritt die Teilnahme an der 70-stündigen Grundausbildung, die alle Feuerwehrleute absolvieren.
• die regelmäßige Teilnahme an den Übungsdiensten (ca. 12 Mal im Jahr, meist Dienstagabend), triftige Entschuldigungen für einzelne Dienste werden aber natürlich akzeptiert.
• mit 18 Jahren die Teilnahme am Einsatzdienst (wenn aus wichtigen Gründen oder wegen zu großer Entfernung die Teilnahme daran oft nicht möglich ist wird von dieser Pflicht allerdings teilweise abgesehen). Bei unseren durchschnittlich 30-40 Einsätzen pro Jahr hält sich die für den Einsatzdienst verwendete Zeit zum Glück aber in Grenzen.

Über diese Pflichten hinaus besteht aber auch die Möglichkeit, durch Teilnahme an weiteren Aktivitäten (Bsp. Sport, Sonderdienste,...) oder die Übernahme von weiteren Ämtern deutlich mehr Zeit in die Feuerwehr zu investieren. Wir benötigen z.B. Leute, die die Verwaltung, die Wartung der technischen Geräte und Fahrzeuge, oder auch die Arbeit mit der Jugendfeuerwehr mit übernehmen.
Die Kameraden unserer Feuerwehr sind es - wie auch die der meisten anderen Feuerwehren - schlicht gewohnt, dass immer mal wieder jemand Neues vorbeischaut. Genauso gewohnt sind es unsere Kameraden, dass neue Leute oft Quereinsteiger ohne Vorwissen, geschweige denn -erfahrung sind. Sie akzeptieren das daher einfach und freuen sich, wenn sie den neuen Kameraden ein paar Dinge anhand ihres Wissens vermitteln können. Dementsprechend sind die Erwartungen an Neulinge zu Beginn gleich null - zumal auch nicht jeder, der mal vorbeischaut, dann auch in die Feuerwehr eintritt. Wenn jemand dann tatsächlich bei uns eintritt, steigen die Erwartungen an ihn ohne absolvierte Lehrgänge und Einsätze (Dienst-/Einsatzerfahrung) trotzdem nicht. Unsere Führungskräfte setzen in Übungen und im Einsatz alle Kameraden maximal ihrem Ausbildungsstand entsprechend ein.
Alle Feuerwehrleute werden, bevor sie überhaupt in den Einsatz dürfen, praktisch und psychisch darauf vorbereitet, was im Einsatz alles auf sie zukommen kann. Prinzipiell gilt es daher, sich vor dem ersten Einsatz zu überlegen, wenn man etwas auf keinen Fall im Einsatz machen kann sofern z.B. physische oder gesundheitliche Aspekte dagegen sprechen. Unsere Führungskräfte sollten dies dann nicht erst im Einsatz erfahren. Außerdem fahren wir immer nur zu mehreren in den Einsatz - Absprachen mit den Kameraden im Team lösen solche Probleme in der Regel.
Familie und Feuerwehr: Selbst bei Alarm darf die Aufsichtspflicht über die eigenen Kinder nicht verletzt werden, daher haben wir Verständnis wenn die entsprechenden Mitglieder teilweise nicht zum Einsatz erscheinen (können).

Vorteil für das Privatleben: Neben den für die Familie gelegentlich unpassenden Einsatzzeiten und den Übungen, die meist abends stattfinden (siehe auch: Wieviel Zeit muss ich in das Hobby Feuerwehr während einer Mitgliedschaft stecken?), lernt man allerdings durch Feuerwehrerfahrung und -ausbildungen, Gefahren im privaten Bereich besser einzuschätzen und besser zu reagieren. Personen, die mit solchen Situationen durch Wissen und/oder Erfahrung vertraut sind, handeln als Ersthelfer bei einem Notfall ruhiger, überlegter und vor allem professioneller als Laien. Zum Beispiel können erfahrene Feuerwehrleute bei einem Notruf dem Disponent der Rettungsleitstelle (Notruf 112) präzisere Angaben zum Notfall machen, was dazu führt, dass schneller die richtigen Einsatzmittel alarmiert werden können.
Jeder Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, freiwillige Feuerwehrleute bei einem Einsatz frei zu stellen und erhält von der Gemeinde auf Antrag eine Kostenerstattung.
Die Arbeitgeber der Umgebung sind erfahrungsgemäß sehr tolerant und verständnisvoll gegenüber engagierten freiwilligen Feuerwehrleuten.
Natürlich grundsätzlich nicht. Auch die Freiwilligen unter den Feuerwehrleuten bekommen von ihren Gemeinden die Dienst- und Einsatzkleidung gestellt sowie die entsprechenden Lehrgänge und Fortbildungen finanziert. Einen Monatsbeitrag oder Ähnliches gibt es bei uns nicht.
Zur Kameradschaftspflege gibt es bei uns jedes Jahr beispielsweise ein Sommerfest und eine Weihnachtsfeier, darüber hinaus machen wir diverse Ausflüge oder Besichtigungen und organisieren regelmäßig Veranstaltungen wie Maibaumhocketse oder Public Viewing zur Fußball-WM und –EM.